Die Scheinheiligen Teil 4: Der Fall Wulff - Perfide Allianzen




Platz #222 in Gesellschaft, #8029 insgesamt
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Mit zeitlichem Abstand betrachtet, erinnert die ganze Affäre Wulff ein bisschen an eine feudale Fuchsjagd: Die Meute sabbert, geifert, fletscht die Zähne und schnappt irgendwann zu, immer wieder, bis der Gejagte erledigt ist. Boulevard-Journalisten sowie rote und grüne Politiker mögen mir verzeihen, wenn ich sie mit solch einer Hundemeute vergleiche, aber genau so haben sie sich verhalten. Warum auch Fakten prüfen? Hauptsache, Auflage und Umfrageergebnisse entwickeln sich positiv!
Heute sind die Wadenbeißer von damals weitgehend verstummt. Warum stellt sich heute kein roter oder grüner Abgeordneter vor die Kamera und entschuldigt sich, dass nicht nur Christian Wulffs Ansehen, sondern auch das höchste Staatsamt beschädigt wurde? Getreu ihrer damaligen „Moral“ müssten diese „Volksvertreter“ mittlerweile den eigenen Rücktritt fordern. Sie tun es nicht, zu verlockend sind Macht und vor allem Geld. Ebenso wenig drucken die Boulevardzeitungen dieses Landes auf ihrenTitelseiten eine Entschuldigung.
Zur Erinnerung: Die Vorwürfe gegen Wulff bröckelten zusehends. Als schließlich fast nichts mehr einen Gerichtsprozess rechtfertigte, bettelte die Staatsanwaltschaft regelrecht um einen Vergleich. Christian Wulff lehnte dies ab und wurde später auch freigesprochen. Dem Ego der Staatsanwaltschaft tat dies gar nicht gut. Sie ging sofort in Revision... Welch ein Sumpf! Vielleicht sollte die Justiz lieber einmal untersuchen, ob es Verbindungen zwischen politischen Wadenbeißern und gewissen Anklägern gibt...
 

Der böse Wulff?: Die Geschichte hinter der Geschichte und die Rolle der Medien

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