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Mein Testbericht zu: Wenn die Sonne verglüht - Supernova (DVD)

Die Todes-Welle aus dem Weltall

Hallo liebe Leser.   Ich war heute mit meiner Frau in der Stadt etwas zum Bummeln unterwegs. Als wir beim Edeka Center waren, schaute ich mich in der DVD und Bluray Abteilung ein wenig um, und stieß dabei auf den Film Supernova. Ich schaute mir das Cover an und las anschließend die Kurzhandlung der Rückseite. Es klang recht ansprechend, und bei dem Preis von 6,99 Euro, hatte ich in diesem Moment noch nichts entgegenzusetzen. Noch nicht ...

Die Handlung

Vor 200 Jahren explodierte in der Nachbarschaft unseres Sonnensystems die Sonne in Form einer Supernova. Nun ist es so weit, dass sich die dadurch entwickelte Druckwelle direkt auf unser heimisches Sonnensystem zu bewegt. Die Menschheit ich am Ende ihres Wissens. Allerdings hat ein gewisser Dr. Kelvin herausgefunden, wie es möglich ist, dieser Superdruckwelle entgegen zu wirken. Allerdings existiert diese Möglichkeit nur auf dem Papier. Und es ist noch immer ein weiter Weg um dieses Vorhaben in die Praxis umzusetzen.   Während sich diese tödliche Welle durch das Weltall auf das Sonnensystem der Erde zubewegt, ist die Nachricht bereits zu der zivilen Bevölkerung durchgedrungen. Wie erwarten bricht die blanke Panik aus. In den Straßen in aller Welt ist Chaos pur. Gelingt es der Menschheit sich vor der drohenden zu retten? Dies bleibt fraglich, denn die Druckwelle hat unter anderem schon den Pluto sowie auch einige Monde von benachbarten Planeten der Erde in Schutt und Asche verwandelt.     Eigentlich ist nun das Thema „Weltuntergang“ bereits total ausgelutscht, wobei nur noch ein tropfender Stiel zurückbleibt, an dem die Filmbranche vor dem Ende des Jahres 2012 ein leckeren Lolly sah, mit einem === dicken === Dollarzeichen dran. Das Thema ist bereits in so vielen Filmen durchgekaut worden. Wobei allerdings Filme wie „The Core – der innere Kern“ oder „2012“ einer der besten waren, die ich jemals gesehen hatte. Okay, auch wenn the core eigentlich nichts mit dem vermutlichen Weltuntergang 2012 zu tun hatte. Es war ein typisches Endzeit-Szenario.   Supernova ist hier von der Handlung ganz klar ein low budget Film. Ich hatte von meinem Standpunkt echt mehr erwartet, zumal sich Supernova auf der Hülle tatsächlich noch mit fremden Federn schmückt. Auf der Rückseite der Hülle steht tatsächlich „Ein apokalyptischer Thriller in der Tradition von Armagedon und Deep Impect.“  Wie bitte? Abgesehen, dass diese beiden Filme um Äonen besser waren, waren die Schauspieler tausend mal glaubwürdiger, als die in Supernova teilnahmen.

Besetzung

Hier eine Auflistung der Besetzung und der Macher dieses Films.   Regie: Anthony Fankhauser Drehbuch: Jon Macy und Anthony Fankhauser Produktion: David Michael Latt Musik: Chris Ridenhour Kamera: Mark Atkins Schnitt: Danny Maldonado   Brian Krause spielt Dr. Brian Kelvin Heather McComb spielt Laura Kelvin Najarra Townsend spielt Tina Kelvin Allura Lee spielt Dr. Kwang Ye Alan Poe spielt Dr. Dzerzhinsky Londale Theus spielt Captain Henreaux Stephen Schneider spielt Captain James Moto Rob Ullett spielt Nasa-Offizier Dana Tomasko spielt Nasa-Technikerin Rick L. Dean spielt Nasa-Techniker     Brian Krause ist ein bekannter Schauspieler. Zumindest die Jenigen, welche die Serie „Charmed“ kennen.In dieser Serie welche über viele Staffeln hinweg ein riesen erfolg war, hat er neben den drei Hexen eine der Hauptrollen gespielt. Er spielte den Wächter Leo, welcher in der Lage ist die Hexen immer zur Seite zu stehen und sie mit seiner Gabe zu heilen. Allerdings finde ich, dass seine Rolle in Supernova ein ganz schöner Abstieg war. Klar, er mag seine Rolle recht gut gespielt haben, aber durch den Schuss in den Ofen, den der Film fabriziert hatte, tat es ihm sicher nicht gut. Finde ich zumindest.

Bild und Ton

Das Bild ist okay, man kann durchaus alles erkennen. Nur die Kameraführung ist irgendwie durch den Wind. Das Kamera Team wollte wohl irgendwie versuchen zu erreichen, dass eine gewisse Heldenperspektive hierbei zustande kommt. Oftmals wird die Kamera schräg gehalten, wenn das Gesicht einer Person gezeigt wird. Meist dann, wenn es recht tragisch dargestellt werden soll. Dies war irgendwie etwas daneben gegangen.

Im Bildschnitt habe ich schon gleich im Anfangsbereich des Films gemerkt, dass eine Außenansicht der Raumstation, die erst etwas in der Mitte gezeigt wird, ins Bild geschnitten wurde. Dies war sicher nicht beabsichtigt. Da das Bild tierisch flackerte. Daher leider auch hier ein totaler Fail.

Genau so seltsam finde ich es, als in dem Film eine Proberakete gestartet wird die dann explodiert. Erst wird eine deutliche Computeranimation gezeigt, die nicht im entferntesten echt aussieht. Anschließend wird eine reale Kameraaufnahme gezeigt, in der am Himmel Wrackteile herabfallen. Für mich sah es aber aus, als sei es die eine Spaceshuttle Explosion gewesen, welche vor vielen Jahren passierte.Also kurz und knapp, ein einfacher zusammenschnitt aus echten Bildaufnahmen und kurzen Computeranimationen.

Dasselbe betraf auch bei einem in dem Film gezeigten Unwetter. Ein Strommast kippt um und fällt auf ein Auto. Die beiden weiblichen Personen flüchteten von dem Wagen. Aber der Wagen? Er war kurz am unteren Bildrand zu sehen. Aber keine Anzeichen von einem umgestürzten Strommast, geschweige denn ein krachen oder sonst was. Daher DAUMEN RUNTER!

Das Bild ist im 16:9 Format auf der DVD vorhanden.

Im Bereich Ton waren die Macher wohl sehr gelangweilt. Die Musik ist alles andere als spannend, zudem wird sie so manches Mal vollkommen von den Gesprächen überspielt. Im Tonbereich merkte ich auch zu oft, dass beispielsweise das Zuklappen Geräusch von Schranktüren einfach ausgelassen wurde. Hier waren entweder die benötigten Geräusche nicht in der Soundbibliothek der Macher enthalten, oder sie hatten es bevorzugt eine Mittagspause einzulegen, in der einer der Praktikanten an der Filmspule rumspielte, diese zu Boden fallen lies und an der falschen Stelle wieder einfädelte ... man weiß es nicht. Daher, ein ungelöstes Mysterium, dass dem Film auch wieder ein Fail verpasst.

Der Ton wird im Deutschen als 5.1 Dolby Digital abgespielt. Die Zuschauer, die den Film in Englisch sehen, müssen sich mit Stereo auseinandersetzen. Warum auch immer, gerade die Englische Originalversion sollte, der Film hierbei als Dolby Digital 5.1 vorhanden sein.

Leider konnte ich keine Untertitel ausfindig machen. Schade.

Bonusmaterial

Ich denke, hierzu brauch ich nicht sonderlich viel erwähnen. Es ist Bonusmaterial vorhanden. Klar. Aber nicht gerade viel. Neben dem Film der 84 Minuten geht, ist zudem noch ein Making Of, eine Bildergalerie, eine Trailershow und zu meiner Bewunderung ein paar Outtakes dabei. Diese gehen leider nur 2:48 Minuten aber enthalten einige lustige Fehltritte der Drehaufnahmen. Ich finde diese recht amüsant.   Mit dem Bonusmaterial lässt dich etwas anfangen. Aber naja, immerhin ist das Bonusmaterial nur ein Bonusmaterial und nicht das Hauptprodukt eines Films.

Fazit

Dieser Film ist leider ein Paradebeispiel eines Low Budgen Films. Okay, man kann sich den Film ansehen. Da ich persönlich aber viel wert darauf lege dass ein Film gut gemacht ist habe ich ihn dann nach der ungefähren Hälfte wieder ausgemacht. Sicher werde ich ihn mir nochmal komplett ansehen. Aber dazu muss mir dann auch die Lust zu sein. Ich würde den Film kein zweites Mal kaufen. Wie gut, dass er nur 7 Euro gekostet hat.   Ich hoffe, euch hat mein Testbericht gefallen. Bis bald, euer Silverbit!