Tanja Ranzinger

Gesundheit & Wellness

Die unterschiedlichen Gesichter von PMS

Etwa 25 Prozent aller Frauen zwischen 15 und 45 leiden regelmäßig unter Beschwerden, die mit ihrem Zyklus wahrscheinlich in direktem Zusammenhang stehen. Diese Probleme werden unter dem Begriff PMS zusammengefasst. Dieses Syndrom gibt der Wissenschaft einige Rätsel auf und treibt auch einige der betroffenen Frauen teilweise an den Rand der Verzweiflung. Allerdings wird heute aufgrund von Beobachtungen immerhin davon ausgegangen, dass es bestimmte PMS-Typen gibt.
Natürlich sind die individuellen Beschwerden einer jeden Frau anders, allerdings wurde festgestellt, dass einige Symptome häufig in Kombination miteinander auftreten. Die Einteilung dieser Symptome in Typen soll Ärzten, Heilpraktikern und natürlich auch den Betroffenen selbst dabei helfen, mit den psychischen und physischen Problemen besser umgehen zu können. Gleichzeitig erhofft sich die Wissenschaft auf diese Weise auch, die Zusammenhänge des prämenstruellen Syndroms besser verstehen zu können.
 

Die unterschiedlichen Gesichter von PMS
Die unterschiedlichen Gesichter von PMS

Die vier PMS-Typen

Prinzipiell gibt es vier verschiedene Typen des prämenstruellen Syndroms, wie sie beispielsweise auf der Seite http://praemenstruelles-syndrom.com/pms-typen/ aufgeführt und erklärt sind. Dabei werden die Symptome für die Einordnung herangezogen, die am stärksten im Vordergrund sind und die größten Beschwerden verursachen. Der Typ PMS-A beispielsweise zeichnet sich durch ein verstärktes Auftreten von Angst, Stimmungsschwankungen, Wut, Nervosität, Reizbarkeit und Depression aus. Typ-H zeigt im Gegensatz dazu eher physische Beschwerden wie Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme und Brustspannen. Der Typ PMS-C leidet unter vermehrtem Appetit vor allem auf Süßigkeiten in Kombination mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit. Typ-D letztendlich ist der depressive Typ und entwickelt oft Weinerlichkeit, depressive Verstimmung, Schlafstörungen und Lethargie.
Da es einige Frauen gibt, deren Beschwerden in dieser Kategorisierung nicht unterkommen, werden inzwischen zwei weitere Typen angenommen. Typ-O umfasst dabei alle Patientinnen, deren Leiden keiner der anderen Kategorien zuzuordnen sind. Typ-T hingegen ist für all jene reserviert, bei denen Probleme aller Typen gleichzeitig auftreten.
 

Woher kommen die unterschiedlichen Typen?

Im Allgemeinen wird davon ausgegangen, dass PMS entsteht, wenn der Hormonhaushalt durcheinanderkommt. Die Typen sind wahrscheinlich dadurch zu begründen, dass die hormonelle Veränderung in verschiedener Weise auftreten kann. Diese Vermutung fußt auf Untersuchungen von Blut und Speichel vieler betroffener Frauen. Beim Typ-A geht man zum Beispiel davon aus, dass in der zweiten Hälfte des Zyklus der Östrogenspiegel ansteigt. Teilweise wird gleichzeitig ein zu niedriger Progesteronspiegel beobachtet, was die Beschwerden noch verstärken kann. In diesem Fall wird vermehrt Adrenalin ausgeschüttet, ein Hormon, das eigentlich in Stresssituation schnelles Handeln ermöglichen soll. Frauen dieses Typs kann alles helfen, was den Körper dabei unterstützt, sich zu entspannen, zum Beispiel Spaziergänge oder Yoga. Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es hier.