Dreizehn Tipps für den Urlaub in Dänemark




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13 Tipps für den Dänemark-Urlaub

Dänemark ist ein schönes Urlaubsland. Damit Dein Dänemark-Urlaub besonders toll wird, gebe ich dreizehn Tipps. Ich habe selbst mehrere Jahre sehr nahe an der dänischen Grenze in Flensburg gewohnt. Die Tipps beziehen sich konkret auf das zentrale Dänemark, für Faröer und Grönland gelten in einigen Punkten etwas andere Tipps.


1. Lerne etwas Dänisch. Die Vermutung, dass jeder in Dänemark Deutsch schnacken würde, trifft nicht unbedingt zu. Der sogenannte Stoßton ist nicht schwierig, er ist einfach nur ein Glottalverschluss wie im deutschen Wort beenden oder wie ein gesprochenes Alef am Anfang eines jeden in der Schrift mit Vokal anfangenden deutschen Wortes. Dass er nicht geschrieben wird, erschwert die richtige Aussprache natürlich schon.

2. Die Anrede im Dänischen ist eher das Du als das Sie (De). Nachdem das De zunächst in der dänischen Umgangssprache fast vollständig abgeschafft war, empfanden die meisten Däninnen und Dänen das Siezen als extrem unhöflich, weil es eine extreme und feindliche Distanzierung darstellte. Heute ist das De als Anrede wieder erlaubt, aber weiterhin eher unüblich. Deutsche Lehrbücher haben die tatsächliche Anrede in Dänemark überwiegend nicht realisiert.

3. In Dänemark gibt es kein traditionelles Jedermannsrecht, jedoch ist der freie Zugang zu Stränden gesetzlich geregelt. Ebenso ist das freie Zelten am Strand und am Waldrand zumindest für eine Nacht statthaft, wenn es nicht durch eine entsprechende Ausschilderung explizit verboten ist.

4. Ferienhäuser und Ferienwohnungen werden in Dänemark überwiegend nur für komplette Wochen und von Samstag bis Samstag vermietet. Diese Regel wird von großen Ferienhausgesellschaften konsequent angewendet und wurde von vielen privaten Vermietern übernommen. Private Vermieter lassen außerhalb der Hauptsaison oft hinsichtlich anderer Mietzeiträume mit sich reden.

5. Die dänische Jugendherberge heißt Vanderhejm. Das ist nicht nur ein Unterschied im Namen, sondern durchaus Programm. Im Gegensatz zu deutschen Jugendherbergen waren dänische Vanderhejmer nie speziell auf junge Gäste ausgerichtet, sondern richteten sich mit ihrem Angebot immer an alle Wanderer.

6. Der ÖPNV besteht in Dänemark aus Zug, Überlandbus, Stadtbus und Schiff. Bedenke bei Deiner Reiseplanung, dass Du in Dänemark je nach Strecke mehrfach auf eine Fähre angewiesen bist und beachte den Fahrplan. Vorausbuchungen sind bei dänischen Fähren für Fußgänger und Fahrradfahrer nicht nötig.

7. Für Fahrradfahrer: Es ist in Dänemark zumindest auf Hauptstraßen unüblich, dass sich Radfahrer beim Linksabbiegen in der Fahrbahnmitte einordnen. Das indirekte Linksabbiegen ist für Fahrradfahrer in Dänemark üblich.

8. Es gilt in Dänemark als unhöflich, von Liedern nur ausgewählte Strophen zu singen. Der Grundgedanke ist, dass der Dichter ein Lied als Einheit geschrieben hat, so dass es auch komplett gesungen werden soll.

9. Auf offiziellen dänischen Zelt- und Campingplätzen ist häufig der Abschluss einer gesonderten Haftpflichtversicherung beziehungsweise Jahresmitgliedschaft im Campingverband erforderlich. Das gilt auch, wenn Du eine private Haftpflichtversicherung besitzt. Hintergrund ist, dass dänische Privathaftpflichtversicherungen nicht alle denkbaren Schäden decken.

10. In Dänemark kannst Du Alkohol in normalen Läden kaufen, während die meisten skandinavischen Länder ein staatliches Alkoholverkaufsmonopol kennen. Dennoch sind die Preise für alkoholische Getränke auf Grund hoher Steuern recht hoch. Die Preise für andere Lebensmittel sind eher moderat höher als in Deutschland.

11. Du wirst feststellen, dass an vielen Stränden in Dänemark keine Umkleidekabinen vorhanden sind. Du kannst Dich dann natürlich auf der Toilette umziehen, aber das Umkleiden am Strand ist in Dänemark absolut üblich und verursacht keine Aufregung. Dänische Frauen verzichten deutlich häufiger als Frauen in Deutschland am Strand auf das Bikini-Oberteil, das ist Ausdruck der Gleichberechtigung, da Männer schließlich auch nur eine Badehose tragen.

12. Ein in Deutschland üblicher Ausdruck der Gleichberechtigung ist in Dänemark völlig unüblich, nämlich die Verwendung spezieller weiblicher Formen bei Berufsbezeichnungen. Diese werden bewusst nicht verwendet, da nach dänischem Sprachempfinden die speziellen weiblichen Formen einen Zweifel daran zum Ausdruck bringen, dass Frauen die entsprechende Tätigkeit ebenso gut wie Männer ausüben können. Dieses Sprachverständnis hängt sicher auch damit zusammen, dass die Grammatik des Dänischen die Kategorien Utrum und Neutrum und nicht Maskulinum und Femininum kennt.

13. Die traditionelle warme Mahlzeit findet in Dänemark am Abend statt, Du kannst aber auch am Mittag warm essen gehen. Was Du unbedingt probieren solltest, ist das köstliche dänische Fruchtjoghurt.

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