Geldanlagenwahl in Krisenzeiten




Platz #215 in Finanzen & Versicherungen, #9606 insgesamt
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Irrationale Märkte

Für Anleger wird ist es immer schwieriger sich in den volatilen Märkten zu positionieren. In den letzten Monaten kamen immer häufiger Nachrichten, welche die Börse in eine Achterbahnfahrt versetzt haben. Durch die starken Schwankungen halten sich vor allem private Anleger zurück. Es ist für den einfachen Anleger einfach nicht mehr wirklich abzuschätzen wie sich die Märkte entwickeln. Während es in der Vergangenheit klar Signale für einen Bulenl- oder Bärenmarkt gab sind die Märkte heut zu Tage sehr stark von Nachrichten abhängig. Wer sich beispielsweise den Kursverlauf des EUR/USD letzte Woche angeschaut hat, weiß wovon ich rede. Als Mario Draghi, Chef der EZB, ankündigte er würde alles machen um den Euro zu retten stieg der EUR/USD Kurs zu Beginn. Dies ist jedoch eine irrationale Bewegung unter der Aussage von Draghi kann man entnehmen, dass die EZB im Notfall dazu bereit ist den Markt über Anleiheankäufe mit Geld zu fluten umso Staaten wie Italien oder Spanien zu schützen. Und normalen Umständen bedeutet die Erhöhung der Geldmenge sinkende Kurse des EUR/USD Kurses. Da wir uns jedoch in einer außergewöhnlichen Situation befinden ging der Kurs von um die 1,2250 EUR/USD auf 1,2400 EUR/USD hoch. Diese Bewegung lässt sich teilweise durch Gewinnmitnahme von Investoren erklären. Es gibt natürlich unzählige weitere Gründe womit sich diese Kursbewegung erklären lassen könnte. Als jedoch der EUR/USD Kurs bei 1,2400 angekommen war ist er innerhalb von ungefähr 20 Minuten unter die 1,2200 Marke gerutscht. Diese Bewegung ist nachvollziehbarer unter dem Gesichtspunkt, dass eine erhöhte Euro Geldmenge den Euro relativ zum Dollar schwächt. Für die meisten Privatanleger ist dieses Hin- und Her schon lange nicht mehr nachvollziehbar. Dieses Beispiel sollte die Problematik verdeutlichen.

Das Ende der Währungsunion

Hat man die Erwartungshaltung, dass der Euro als Gemeinschaftswährung bestehen bleibt aber gewisse Staaten, wie beispielsweise Griechenland, austreten und es deshalb zu Marktturbulenzen kommen sollte gibt es eine ähnliche Variante um aus diesem Chaos zu profitieren. Im Prinzip ist das Vorgehen dasselbe, lediglich wird statt dem amerikanischen Aktienindex S&P ein europäischer Index, Beispielsweise der DAX, gewählt. Ziel ist es wieder Unternehmen zu suchen, welche ihre Umsätze möglichst größtenteils im Ausland machen. Die Idee dahinter ist folgende: Der Austritt eines Landes aus der Währungsunion führt zu Chaos. Die Aktienmärkte und der EUR/USD Wechselkurs fallen tendenziell. Dies bietet Möglichkeiten für gewisse Unternehmen. Eine Möglichkeit um die Exporte zu steigern ist ein schwacher Wechselkurs. Das bedeutet, dass tendenziell je geringer der EUR/USD Wechselkurs ist desto höher sind die Exporte. Das Ausland kann durch einen schwächeren EUR/USD mehr importieren. Dies führt potentiell zu einem erhöhten Umsatz der Exportunternehmen. Sofern ein Aktienindex, beispielsweise der DAX, um 20% - 30% fällt und dabei die gesamten Unternehmen aus dem Index herunterzieht bieten sich Möglichkeiten. Ein beliebtes Beispiel ist Adidas. Adidas hat viele Exporte und hat aktuell von den olympischen Spielen profitiert. Dies wäre eine Möglichkeit um das Szenario zu realisieren.

Szenarien zur Entscheidungsfindung

Im Endeffekt gibt es nur theoretische Szenarien die man durchspielen kann. Für weitere Finanztipps sollte man www.finanz-vergleich-versicherung.de. Beim Anlegen ist es immer wichtig sich vorher Gedanken zu machen was man machen möchte wenn etwas bestimmtes passiert. Ich hoffe diese Szenario Analysen geben einen sehr rudimentären und elementaren Ansatz über Möglichkeiten die man ergreifen könnte. Ich möchte darauf hinweisen, dass dies ausdrücklich KEINE Kauf- oder Verkaufsempfehlungen sind, sondern nur eine Präsentation von Ideen in bestimmten Situationen.
 

Literaturempfehlungen

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Die Tragödie des Euro: Ein System zerstört sich selbst

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George Soros: Gedanken und Lösungsvorschläge zum Finanzchaos in Europa und Amerika

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