Geschäftsreisen 2014 – Tendenzen und Chancen




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Geschäftsreisen 2014 – Tendenzen und Chancen

Geschäftswelten werden immer vernetzter, Beziehungen sind oft nicht mehr nur nationaler, sondern multinationaler oder internationaler Art. Das hat seine Auswirkungen auf den Bereich der Geschäftsreisen, von der Planung über die Kosten bis hin zum Travel Management.

Allgemeine Prognosen für Geschäftsreisen in 2014

Schon von 2012 auf 2013 ist das Reisevolumen gestiegen und Dienstreisen dauerten im Durchschnitt länger. Bei Befragungen gingen Unternehmen davon aus, auch von 2013 auf 2014 mit einem Plus an Geschäftsreisen konfrontiert zu werden – jedoch in geringerem Maße, was an der Lage der Gesamtwirtschaft liegen dürfte. Rund zwei Drittel der Firmen rechnen damit, dass das Reisevorkommen in etwa gleich hoch bleiben wird, wohingegen zwischen 14 und 29 % der Betriebe mehr Geschäftsreisen einplanen. Interessanterweise werden sich wohl vor allem die Übernachtungen im Hotel erhöhen, was damit zu tun hat, dass es Reisende immer weiter weg zieht. Größere Reisekoffer, da mehr Gepäck, sind daher unbedingt mit einzuplanen. Was die Verkehrsmittel angeht, liegen Mietwagen, Bahn und Flug beinahe gleich auf. Es lässt sich aber festhalten, dass circa 18 % der Unternehmen sich im kommenden Jahr weniger auf Mietwagen verlassen werden.

Wohin geht die Reise?

Untersucht man, welche Länder am häufigsten zum Ziel einer Geschäftsreise werden, erhält man einen Einblick darin, welche Arten von Geschäftsbeziehungen die Deutschen pflegen. Handelsbeziehungen mit den USA lagen 2010 an erster Stelle und werden auch für 2014 als Hauptziel genannt. Die große Distanz zu den Vereinigten Staaten, die so häufig bereist werden, erklärt, warum eine hohe Anzahl an Übernachtungen und Flugbuchungen erwartet wird. Dasselbe gilt für den zweitwichtigsten Handelspartner, den asiatischen Wirtschaftsgiganten China, der innerhalb der vier untersuchten Jahre auf Platz zwei blieb. Dienstreisen in die europäischen Nachbarländer schaffen es ebenfalls auf die oberen Ränge, wobei sich Großbritannien in der Zukunft vermutlich vor die Schweiz, Österreich und Frankreich stellen wird. Nimmt man die Befragungsergebnisse als Indiz, dann schafft es Russland nicht mehr unter die Top 10, wohingegen Polen erstmals den Sprung unter die zehn wichtigsten Dienstreiseländer geschafft hat.

Zukunftsplanung bei Dienstreisen

Verbunden mit dem hohen Vorkommen an geschäftlichen Reisen widmen immer mehr Betriebe dem Travel Management gesteigerte Aufmerksamkeit und verlassen sich auf einen Angestellten mit eigenem Verantwortungsbereich. Eine wichtige Rolle kommt bei der Zukunftsplanung den Innovationen im unternehmensinternen Mobilitätsmanagement zu. Hier wird noch nicht annähernd das vorhandene Potenzial ausgeschöpft. So wissen mindestens 80 % der kleinen bis mittelständischen Betriebe über Car-Sharing-Modelle Bescheid, doch nur knapp über zehn Prozent nutzen diese Methode. Bei der Verwendung von mobilen Anwendungen für den Geschäftsreisenden sieht das Verhältnis von Bekanntheit und Nutzung deutlich besser aus. Kennzeichnend ist zudem, dass speziell Firmen mit mehr als 500 Mitarbeitern über Low-Budget-Angebote bei Unterkünften informiert sind (62 %) und diese tatsächlich in Anspruch nehmen (42 %). Speziell hier wird für 2014 ein Anstieg zu verzeichnen sein ­– ebenso wie bei der Bereitschaft zur Aufnahme von Elektrofahrzeugen und Fahrrädern in den Fuhrpark.




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