Haftpflicht für Hundehalter in der Öffentlichkeit




Platz #103 in Tiere, #4593 insgesamt
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Risiken durch unberechenbares Verhalten von Hunden

Wussten Sie, dass in Deutschland rund 10 Millionen Menschen mit einem Hund leben? Die Tendenz ist steigend, was zeigt, wie tierverbunden wir sind. Spitzenreiter in der Beliebtheitsskala ist nach wie vor der „Deutsche Schäferhund“. Egall welche Rasse, ob groß oder klein, ohne eine ausreichende Hundehalterhaftpflichtversicherung ist man ganz schön aufgeschmissen.

Besonders als Hundeliebhaber ohne langjährige Erfahrung um Umgang mit den Vierbeinern sollte man im Auge behalten, dass manche Rassen nicht leicht zu bändigen sind. Mit der Körpergröße wächst auch die Sorgfaltspflicht des Halters gegenüber der Umwelt. So birgt die Hundehaltung diverse Risiken für den Halter, wenn er es nicht schafft, seinen besten Freund in riskanten Situationen unter Kontrolle zu halten. Schnell kommt es infolge einer Bissverletzung zur Klage auf Schmerzensgeld. Im „Worst Case“ zahlen Hundehalter ohne eine ausreichende Versicherung viele Jahre für den Schaden, den das Tier angerichtet hat.

Denken Sie nur an Sorgfaltspflicht und Gefährdungshaftung

Rechtliche Probleme bahnen sich häufig an, wenn ein Hund beim Spaziergang andere Menschen schädigt. Solche Ereignisse passieren häufig und vor allem schneller als gedacht. Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie laufen mit ihrem Hund im Park, vielleicht sogar in einer Grünanlage ohne ausdrücklichen Leinenzwang. Während der Vierbeiner freudig auf Wiesen springt und durch Büsche huscht, meldet sich Ihr Handy und Sie sind kurz abgelenkt. Genau in diesem unglücklichen Moment nimmt Ihr Hund einen Jogger ins Visier, welcher versucht, mit einem Haken auszuweichen. Auf ein solches „Fluchtverhalten“ reagierend, springt der Hund den Jogger erst recht an. Der stürzt zu Boden und zieht sich eine Verletzung am Bein zu. Nun haben Sie ein Problem mit dem Gesetz, auch wenn Sie sich absolut schuldlos fühlen. Denn es greift die sogenannte Gefährdungshaftung, welche besagt, dass Tierhalter für die Schäden ihrer Hunde verantwortlich sind. Dies gilt für jede beliebige Situation bis hin zu einer Bissverletzung, die mit der Zahlung von Schmerzensgeld sehr teuer werden kann. Hundefreunde müssen sich rechtlich gegen Schmerzensgeldforderungen absichern.Was ich hier beschrieben habe, geschieht regelmäßig wenn nicht sogar täglich in Deutschland.

Schlüsselreize mit unangenehmen Folgen

Wer sich als Hundebesitzer nicht umfassend versichert, steht im Zweifelsfalle mit enorm hohen Kosten da. Denn im genannten Beispiel setzt die Gefährdungshaftung ein, das bedeutet, der Tierhalter wird für alle Schäden verantwortlich gemacht. Dies beginnt bei den Reinigungskosten der Sportkleidung bis zu den medizinischen Aufwendungen und Arbeitsausfall, die bei der oben genannten Bissverletzung entstehen.

Ähnlich verhält es sich für Hundefreunde mit einem angeleinten Hund. Viele Menschen haben die komische Angewohnheit, fremde Hunde streicheln zu wollen. Selbst ein kleiner Yorkshire Terrier könnte hier instinktiv reagieren und möglicherweise nach dem vermeintlichen Angreifer schnappen. Für die Folgen der Bissverletzung werden Sie aufkommen müssen.

Extra Bestimmungen für Kampfhunde

Kampfhunde müssen generell in der Öffentlichkeit mit einem Maulkorb und an der Leine gehen. Aber die Regelung, welche Hunderassen zu den sogenannten „Listenhunden“ zählen, wird in den Bundesländern unterschiedlich gehandhabt. Daher sollten sich Hundefreunde bei der Anschaffung, aber auch bei einem Umzug im Vorfeld ausreichend informieren. Auch die Versicherung muss dahin gehend überprüft werden, denn nicht jede Versicherung übernimmt automatisch einen Kampfhund. Diese Faktoren müssen in jedem Falle im Sinne der Gefährdungshaftung und Hundehalterhaftpflicht sichergestellt werden.
 

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