Haloween-Gespenster-Zeit




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Haloween-Gespenster-Zeit

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 „Jetzt ist Hexensabbatzeit der Nacht. Wenn Gräber gähnend glaffen und Höllenbrodem Pest ausdampft in die Welt!“
W. Shakespeare

Hexensabbatzeit

Haloween, das Fest der Hexen, Gespenster und Vampire, die Zeit des Gruseln und Erschrecken wird immer populärer, ebenso aktuell das Gespenst der Arbeitslosigkeit, das Gespenst von Krebs und Aids, das Gespenst der Bürokratie, der Ungeist der Geistlosen. Damit kann man sogar Tode erwecken.

Historischer Halloweenursprung

den Kelten endete mit dem Sommerende auch das Jahr. Sie glaubten, dass am 31. Oktober, die Geister der Toten auf auferstehen, um Unruhe und Unfrieden zu erregen.
Wie so vieles wurden von den Christen von den Heiden übernommen, bzw umfunktioniert. 837 wurde vom Papst Gregor der 1. November; Allerheiligen festgelegt, um der Heiligen zu gedenken.
Fast alle Völker feiern die Sonnenwende, die mit dem kürzesten Tag, sowohl auch den Sommmerwendetag, auf ihre Weise.

Unsere Haloween-Gespenster-Kinderstreiche

Als kleiner Knirps erlebte ich mit den grösseren Kindern einige Haloweenstreiche. In unser Strasse wohnte die alte, kauzige Mina, alleine in ihren Einfamilienhaus. Vor wenigen Jahren, als ihr Mann noch lebte, hatte sie diesen mächtig mit dem Ausklopfer verprügelt. Er rannte zur Tür hinaus, sie hinterher. Schuld war ein zugeflogener Wellensittich diesen hatte er zum Fenster hinaus gescheucht. Der blaue Wellensittich flog bei der Nachbarin Schwarze zum Fenster hinein, dort bewunderten wir diesen noch jahrelang. Wir riefen immer:“ Mina! Mina!“
Wenn diese genervt zum Fenster rausguckte, sagten wir: „Der Wellensittich ruft Sie.!“ Da schimpfte sie oft, dass dieser Vogel eine Meise hätte.
Jedoch der Wellensittich erwiderte meistens:“Gut Peterle! Gut Peterle!“
Es war in einer Oktobernacht, da brachte Matz einen ausgehöhlten Kürbis an, der große Augen-Höhlen hatte und einen Mund mit mit zackigen Zähnen. Im Kürbiskopf steckte eine Kerze. Diese zündete Matz an. Dann stellte er diese auf dem Mauersims vor der Eingangstür der Mina und klingelte diese heraus.
Wir versteckten uns unten hinter der Mauer mit einem niedrigen Garartenzaun. Der Aufschrei, das Gekreische und das Türenzuknallen lag mir noch lange in den Ohren. Wir lachten wie verrückt darüber.
Plötzlich hatte Fritz eine neue Idee, er klaute aus einem Garten eine Bohnenstange. Darauf wurde der Gespensterkopf gesteckt, den hielt Fritz vor Opa Krauses Fenster. Dazu schrien wir:“ Opa Kraus komm heraus, aus deinem Hühnerhaus! Wenig später riss er wütend das Fenster auf und schüttet einen Topf Wasser auf uns herab. Erst dann sah er das feurige Gespenst dicht vor seiner Nase. Da ließ er vor Schreck den Topf fallen, der auf die Strasse polterte.
Fritz hatte schon wieder eine neue Idee . Klaus hatte einen langen Wintermantel an, diesen zog Fritz ihm über den Kopf und hielt darauf den Feuerkopf und lief gebückt hinter ihm auf der Strasse her. Da kam einer auf einem Fahrrad angefahren. So schnell konnten wir gar nicht gucken, wie der die Kurve kratzte. Der Matz trug als Hut den Topf von Opa Kraus. Dann liefen wir noch bis zum Pfarrerhaus und klingelten der Pastor heraus. Wir freuten uns schon darauf, wie dieser sich erschrecken würde. Jedoch da wurden wir enttäuscht.
„Ach, nein, so etwas, ist heute Andreas!“ rief dieser erstaunt. Jeder bekam einen grossen rotbäckigen Apfel als Geschenk.

In der DDR war Haloween unbekannt. Vermutlich war unser Kinder-Haloween, der Erste und der Letzte, der jemals im Arbeiterstaat veranstaltet wurde.
 

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