Hilfe für Partner von alkoholkranken Menschen
Hilfe für Partner von alkoholkranken Menschen
Carlosima

Gesundheit & Wellness

Hilfe für Partner von alkoholkranken Menschen

In vielen Familien unseres Landes, trinkt ein Elternteil regelmäßig Alkohol. Darunter leidet dann oft die ganze Familie. Gerade wenn minderjährige Kinder mit im Haushalt leben, können diese Kinder nicht mit den Verhaltensveränderungen des trinkenden Elternteils umgehen, je nachdem ob Alkohol konsumiert wurde oder nicht. Sie können noch nicht verstehen, dass Alkohol eine bewusstseinsverändernde Droge ist, die diese Verhaltensveränderungen hervorrufen. Angehörige, wie eben auch die Kinder, geben sich selbst die Schuld und glauben, dass man sie nicht mehr gern hat. Nicht wenige Familien werden wegen dem regelmäßigen Alkoholkonsums eines Partners geschieden.

Hilfe für diese Familien

Je nach Einsicht des möglichen Alkoholikers, gibt es verschiedene Hilfsangebote, die Familien helfen können. Gemeinsame Hilfe kann aber nur funktionieren, wenn alle Familienangehörigen, einschließlich des trinkenden Partners, das gleiche Ziel haben. Gibt es unterschiedliche Ziele, weil der Alkoholiker keine Einsicht zeigt und weiter trinken möchte, ist es besser, sich unterschiedliche Hilfsangebote zu suchen. Sich gegenseitig helfen zu wollen, kann auch bei Familienangehörigen zu einer Co-Abhängigkeit führen. Dabei gibt der nicht trinkende Partner sein eigenes Leben fast vollständig auf, nur um den Alkoholiker ein zufriedenes Leben, aber eben mit dem Alkohol, zu ermöglichen.

Hilfe für einen Alkoholiker

Um einen Alkoholiker helfen zu können, muss dieser sich seine Alkoholkrankheit eingestanden haben, damit auch Hilfe angenommen werden kann. Druck oder Zwang von Familienangehörigen, kann eventuell für eine kurze Zeit helfen, aber wenn der Druck weg ist, wird vielleicht auch die Motivation zur Abstinenz vergehen.

Hilfe für Angehörige von alkoholkranken Menschen

Wenn Angehörige von Alkoholikern erkannt haben, dass sie dem trinkenden Partner, beziehungsweise Familienmitglied, nicht helfen können, weil dieser keine Hilfe annehmen möchte, können sie sich nur selbst helfen. Gerade wenn sich schon eine Co-Abhängigkeit entwickelt hat, müssen auch Angehörige einsehen, dass sie selbst Hilfe brauchen. Sie dürfen sich nicht die Schuld für den Alkoholkonsum des Partners geben.

Nicht immer muss es eine endgültige Trennung sein, auch wenn es meist darauf hinaus läuft. Wichtig ist, dass sich Partner, was ja meist Frauen sind, selbst ihr eigenes Leben aufbauen. Möglich dadurch, sich dafür eine Zeitlang räumlich zu trennen, um dann zu sehen, wie sich ihr Partner verhält und eventuell doch noch zur Einsicht gelangt.
Gerade aber dieser Schritt, sich selbst und sein eigenes Leben am wichtigsten zu nehmen, fällt vielen Angehörigen sehr schwer. Oft leben sie über viele Jahre an der Seite der Alkoholiker und geben ihr Leben auf. Auf forum-alkoholiker.de gibt einen Erfahrungsaustausch für Partner von alkoholkranken Menschen.

Bildquelle: Pixabay.com