Kehrtwende: "Horch und Guck" besetzte viele Ministersessel




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Kehrtwende:
Die Kehrtwende aufs Korn genommen!

 

Die blutlose Revolution unseres DDR-Volkes bewirkte den Mauerfall und führte zur Wende und zur Einheit Deutschlands.  Diese wurde  von uns allen euporisch gefeiert. Jedoch besonders in der hohen Politik kam es unmerklich, Schritt für Schritt zur Kehrtwende. Kein Wunder: "Horch und Guck“, „Trittbrettfahrer“ und „Wändehälse“  bekamen wichtige Posten. Wenn es um viel Geld geht, wer ist da noch schwindelfrei, siehe meine Epigramme:“ Unser Lügenkarussell“.
Mit meinen satirischen Wortspielen, möchte ich an diese aufregende Wendezeit erinnern und die Kehrtwende aufs Korn nehmen. Zuerst aber auch an einige DDR-Politiker. Da haben wir vieles vergessen. Die werden sogar wieder gelobt.
 

Aphoristische Wortspiele:


Wende:  Zuerst zeigte sie sich von der guten Seite, dann aber zog diese andere Seiten auf.
 

Schon wieder steht das Volk auf der falschen Seite, die Politiker auf der richtigen.
 

DDR- Juristenessen: Einst rotgarnierte Gerichte, dazu gedämpfte Zunge.
 

Gerüchteküche: da hiess es, die meisten Politiker kamen auf der Wurstsuppe dahergeschwommen.
 

Die Ausgekochtesten schwimmen immer als Fettauge ganz oben.
 

Auf so manchen  neuen Ministerposten herrschte nicht die aufrechte Gesinnung. Sie wurden besetzt von der Stasi-Innung.
 

Im Thüringer Innenministerium hatte man einen Böck zum Gärtner gemacht.
 

Später war ein Schuster Innenminister, um die Absätze derer zu besohlen, die diese sich bei den vielen Ämtern abgelaufen hatten.
 

Nun bekamen wir auch einen Bundesverkehrsminister. Keiner verkehrte mehr mit der Stasi, als er.
 

Unbegrenzte Narrenfreiheit für Schalk Golodkowski. Für seine paar Goldmilliardchen bekam er sogar Geldwaschanlagen.
 

Aber für Harry Tisch gab es kein Tischlein deckdich mehr. Man fand ein Haar in seiner Suppe, die musste er im Knast auslöffeln.
 

Bei vielen anderen, die eine Menge Dreck am Stecken hatten, schaute man zu, wie diese  ihren unter den roten Teppich kehrten. Wenn  einer doch  zu Fall kam, fiel er weich.
 

Epigramm auf den grössten DDR – Wohltäter
Innenminister Wilke, der berüchtigste im Staate,
tat  mit seiner Macht mächtig  imponieren.
Er liess seinen einstigen Major Janka, von der Internationalen Brigade,in einer Blechkiste nach Bautzen transportiern.

Freigesprochen von tausenden Anklagen, dennoch zu tiefst betrübt,

rief er: „Mein Volk hatte mich doch so lieb!“

Die ganze DDR hinter Stacheldraht und Minenfelder einzusperren,  trotzt  zahlreicher Todesfälle, war  für viele Genossen eine Bagatelle.

Endlich es war allerhöchste  Zeit, wurden eins, zwei, drei Dutzend Stasiopferfälle aufgedeckt, aber Hunderttausende weiterhin vor der Öffentlichkeit versteckt.

So schnell wurden alle Täter gelöscht und vergessen; bis auf einen Stasiknastbruder.  Das arme Luder sitzt noch immer als Täter im Stasiaktencomputer.

Wildwest im Osten – Goldgräber verscherbeln  jeden Quadratmeter Dreck für Gold, ohne sich die Hände schmutzig zu machen.

Wirtschaftsentwicklung Ost: Alles herunterwirtschaften, davon so viel wie möglich in die eigene Tasche.

Selbst Lothar Späht entdeckte viel zu spät:  Anstelle die Weltfirma abzuwickeln, ihr Weltniveau weiter zu entwickeln.
 

Der Staatsanwalt, der ihn einst in den Knast delegierte, sogar kürzlich wieder gegen ihn wegen Stasiverleumdung prozessierte.

Warum schon wieder, so viele „rote Socken“  in den Chefetagen hocken. Klar, sie haben sich verfärbt, schwarzrotgold!

Der Staatsapparat wurde zum Wendegetriebe. Den aufrechten Gang ausgewechselt,  wechselt man mal nach links, mal nach rechts.

Der Rechtsstaat wird immer wenigern gerecht. Vielerorts regiert schon wieder das Unrecht.

Überall nisten heutzutage die Wendehälse und vermehren sich zur Landesplage.

„Wändehälse“, ihre Amtszimmer haben nicht nur vier Wände, sonder Hundert Vorwände, um uns, sich vom Halse zu schaffen.

Versager: Von ihren Zusagen bleibt nicht nichts übrig, denn je mehr sie zu sagen haben, desto mehr versagen sie.

Endlich, durfte man wieder frei seine Meinung sagen. Jedoch die Folgen muss jeder selber tragen.

Bei Meinungsverschiedenheiten wechselt  so mancher seine Meinung, wie seine Hemden.

Plazierung: Die Aufrechten sitzen sich schon wieder in den Nessel, die Korrupten aber auf bequemen Sesseln.

Führungsqualitäten: Heuzutage gibt es nicht nur einen, sondern viele Führer – Geschäftsführer.  So mancher Führungsstil: Kadavergehorsamkeit.

Was ist schlimmer: Radio- oder Stasiaktivität?
 

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