Meine Hitliste der größten Nervenplagen 2012




Platz #282 in Gesellschaft, #575 insgesamt
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 Im Alltag findet fast jeder täglich einen Grund, sich zu ärgern . Stau, Blitzalarm, nervige Kollegen... Manches entwickelt sich dabei zu einem echten Dauerbrenner und senkt die Frustrationsschwelle ganz erheblich. Hier ist meine nicht ganz ernst gemeinte Hitliste der größten Nervenplagen.

Platz 5: Die Öko-Spinner und das EEG

Umweltschutz ist eine feine Sache. Ich bin auf jeden Fall dafür. Weniger schön ist, dass dieses wichtige Thema politisch so missbraucht wird. Dank des so genannten Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) wird elektrischer Strom nun wieder einmal teurer. An dieser Stelle ein Dank an alle Grünen, die um den Atomstrom so ein Theater gemacht haben, bis die Regierung ihn endlich abschalten ließ. Das Ergebnis: Ich bezahle wegen des EEG höhere Stromkosten, und die Atommeiler stehen künftig nicht mehr Deutschland, sondern in Frankreich und Tschechien. Von dort aus kann mir die Strahlung bei einem eventuellen Störfall natürlich nichts mehr anhaben. Für alle humorlosen Grünen: Das war eben Ironie.
Mitglieder der gleichen Partei finden vermutlich trotzdem Elektroautos ganz toll. Also noch einmal: Vielen Dank, liebe Grüne.
 

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Platz 4: Paketfahrer

Paketfahrer und Mitarbeiter von Kurierdiensten haben es meist echt eilig. Ihre Vorgehensweise lässt sich ungefähr so beschreiben:

  • Sie halten in zweiter Reihe und an sonstigen verbotenen Stellen, was Staus oder Blechschäden zur Folge haben kann, weil andere Autofahrer eben behindert werden.
  • Dann wird aggressiv und mit unnötigem Kraftaufwand die Klingel betätigt.
  • Wenn nicht innerhalb weniger Sekunden geöffnet wird, ist der eilige Paketbote oftmals bereits wieder verschwunden. Pech also für alle Rentner, die nicht mehr ganz so flink zur Tür sprinten können.

Dennoch landen die eiligen Paketboten in dieser Liste nur auf Platz vier meiner größten Nervenplagen. Immerhin können sie nichts dafür, dass ihnen für vermutlich wenig Geld offenbar viel zu optimistisch kalkulierte Routen auferlegt werden und sie somit stets die Wahl zwischen Verlust des Führerscheins und Verlust des Arbeitsplatzes haben. Außerdem: Irgendwie haben wir doch mit unserem Wahl- und Konsumverhalten alle daran mitgewirkt, dass es in Deutschland solche Jobs gibt.
 

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Platz 3: Krankenschwestern unterwegs

Ganz ähnlich wie mit Paketfahrern ergeht es mir mit einer bestimmten Spezies der Krankenschwestern. Ganz ehrlich: Sobald ich das kleine, bunte Auto eines Pflegedienstes oder einer Häuslichen Krankenpflege sehe, bringe ich mich in Sicherheit. Schließlich schwebte ich als Fußgänger schon mehr als einmal in akuter Gefahr. Denn für die resoluten Helferinnen scheint es weder Einbahnstraßen, noch irgendwelche Parkregeln oder gar Geschwindigkeitsbegrenzungen zu geben. Die flotten Damen wenden oder parken wo und wie sie wollen.
Allerdings ist auch hier eine gewisse Nachsicht angebracht. Das mobile Pflegepersonal erbringt bei vergleichsweise geringer Entlohnung eine beachtenswerte Leistung. Nach meinen Erfahrungen ist bei ihrer täglichen Tour zudem die Fahrzeit nicht mit einberechnet. Das versöhnt mich zwar ein wenig mit den rasanten Krankenschwestern. Gefährlich bleibt die Sache für mich aber trotzdem...
 

Platz 2: Shell-Tankstellen

Ich bekenne, dass ich Shell-Tankstellen sehr ungern ansteuere. Eben nur dann, wenn es gar nicht anders geht. Der Grund: Kaum steigt man aus dem Auto, stürzt sich ein Service-Mitarbeiter auf jenes, will es voll tanken, den Ölstand prüfen und die Scheibe reinigen. Als ob ich selbst dafür zu blöd wäre. Liebe Tankstellenbetreiber: Das nervt. Außerdem tun mir diese Service-Leute eigentlich Leid. Bei jedem Wetter müssen sie draußen ausharren und auf missgelaunte Kunden wie mich warten. Vermutlich alles in der Hoffnung auf einen kleinen Obolus. Das ist für uns beide nicht sonderlich angenehm. Liebe Tankstellenpächter von Shell: Falls ihr könnt, gebt den Leuten doch besser einen richtigen Job. Dann komme ich auch wieder zu euch. Versprochen!

Platz 1: Die Griechenland-Debatte

Rein gefühlsmäßig würde ich schätzen, dass 2012 kaum eine Nachrichtensendung ohne das Thema „Griechenland und seine Schulden“ ausgekommen ist. Weiß eigentlich noch jemand, die wievielte Hilfszahlung inzwischen von der EU geleistet wurde? Wer sieht wirklich noch durch, welche Summe allein Deutschland bereits gezahlt hat und für welche Summe es „nur“ bürgt? Legen wir die Ohren lieber flach an und hoffen, dass uns dieses undurchsichtige Finanzkonstrukt nicht eines Tages ganz gewaltig um selbige fliegt. Bis dahin, liebe Nachrichtenredakteure: Lasst mich mit dem Thema Griechenland endlich in Ruhe!

Abgebrannt: Unsere Zukunft nach dem Schulden-Kollaps

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