Mittelalter




Platz #120 in Selbermachen & Hobbys, #8697 insgesamt
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Lagern im Mittelalter - Lernen durch erleben.

Eine ungebrochene Faszination.

Seit Jahren schon ist die Faszination am mittelalterlichen Leben, ungebrochen. Eine kleine eigene Welt ist dadurch entstanden. Eine Welt aber, an die jeder teilhaben kann. Diverse Mittelaltermärkte locken in Scharen, mittelalterbegeisterte aber auch Familien, die einfach nur einen schönen Tag erleben wollen, an. Der Geruch nach exotischen Speisen, Musik, die die Seele berührt und allerlei seltsames Volk, was sich auf diesen Veranstaltungen rumtreibt, macht diese Faszination erst aus.Mittelalter Lagerleben

Einfaches Leben hat es in sich.
Und dazwischen, als unentbehrliche Attraktion, die Lager. Menschen, die ohne Technik auskommen und in Zelten oder Baracken wohnen. Die ihr Essen selbst herstellen und auch kochen. Kochen auf offenen Feuer. Was zu mancherlei Besucher in Erstaunen versetzt und des Abends, in den Lager zu sich gegenseitig erzählende Anekdoten führt. Handwerker die Reparaturen ausführen. Kämpfer die Übungen absolvieren. Kinder die noch spielen, wie Kinder spielen sollten. Nur der Schmutz und Dreck fehlt. Ansonsten fühlt man sich direkt in eine andere Zeit versetzt.

Erfahrung sammeln ist ein wichtiger Aspekt.
Doch diese Lager dienen nicht nur der Entspannung und der Flucht aus dem alltägliche Leben. Sie helfen auch Erfahrungen zu sammeln, wie wirklich früher gelebt werden musste. Mit was für Unwägbarkeiten sich der mittelalterliche Mensch abgeben musste. Stolz werden dort handwerkliche Praktiken vorgeführt, deren Erwerb eine langwierige und voller fehlerhafter Erfahrungen gepflasterte Prozedur war. Erfahrungen werden untereinander ausgetauscht. Und das Wissen gesammelt, was es ausmacht eine Gemeinschaft zu bilden, die aufeinander angewiesen ist.

Handwerkliches Geschick ist unentbehrlich.
Fähigkeiten wie das Sarwürken um Kettenhemden herzustellen( Kettenringe ineinander verflechten) oder auch die richtige Nähart (Kreuzstich) um Gewandung zu nähen, sind meist nur durch ein praktisches Studium zu erwerben. Diese Fähigkeiten sind zum Teil schon verschütt gegangen und mussten über viele Jahre erst wieder mühsam erlernt werden. Die Schmiedekunst ist eines der seltenen Handwerke, die es erst wieder in unserer Neuzeit geschafft haben, den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu gewinnen. Handwerkliches Geschick, gepaart mit Kraft und Ausdauer ist heutzutage eine seltene Gabe geworden.

Altes wieder neu entdeckt.
Kräuter zu züchten und zuzubereiten ist nicht nur mehr ein Hobby von Mittelalterbegeisterten, auch in die Gastronomie hält diese Fähigkeit wieder vermehrt Einzug. Auch Städte und Gemeinden bieten mittlerweile Kräutergärten für die Allgemeinheit an. Jeder darf und soll diese Gärten pflegen und benutzen. So erhalten sich alte Kräuter im Bewusstsein und im Gebrauch.

Was es uns heute nutzt.
Durch diese Menschen wird altes fast vergessenes Wissen, wieder erarbeitet und weitergegeben. Der Gebrauch dieser Fähigkeiten bleibt nicht alleine der mittelalter Darstellung vorbehalten. Auch in vielen Bereichen des heutigen Lebens, können diese Fähigkeiten gebraucht und auch weitergeben werden.