Qualifizierte Twitter Follower gewinnen




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Die Kunst, qualifizierte Twitter-Follower zu gewinnen

Eigentlich erfordert es kein grosses Insiderwissen, seine Followerliste auszubauen. Man folge einfach täglich einigen Twitterusern und hofft, dass einem jemand zurück folgt. Dann noch regelmässig ein paar Tweets geschrieben, um das Ganze noch ein wenig zu beschleunigen.
Doch was bringen mir 10'000 Follower aus der ganzen Welt, wenn diese weder meine Tweets verstehen, noch meine Interessen teilen?
Niemand wird meine Tweets lesen, niemand wird meine Links klicken, meine Werbeanstrengungen verlaufen im Sand. Der gesamte Arbeits- und Zeitaufwand hat sich nicht gelohnt.
Was passiert aber, wenn ich mich intensiv um qualifizierte Follower bemühe?
Auf meinem Account habe ich eine durchschnittliche Klickrate von ca. 3%. Natürlich ist diese Zahl abhängig von der Tageszeit, vom Wochentag und nicht zuletzt auch vom Inhalt der Kurznachrichten. Erstaunlich ist auch, dass das Einzige, was meine Follower verbindet, die Sprache ist. Ich habe also nur Follower, welche in deutscher Sprache twittern, die jeweiligen Interessen sind jedoch sehr unterschiedlich.
Rechnen wir doch einmal nach:
10'000 Follower * 3% = 300 Klicks.
Bei einer erfahrungsbasierten Conversion-Rate von 1% ergibt das sage und schreibe 3 Leads oder Verkäufe mit nur einer einzigen Werbemitteilung.
Ich bestreite nicht, dass es einige Zeit dauert, bis man eine so grosse Anzahl von Followern zusammen hat, doch der Aufwand rechnet sich, wie man gut anhand des vorherigen Beispiels sehen kann.
Was ist nun meine Methode? Wie finde ich qualifizierte Follower?

1. Selektion nach Sprache
Wie bereits oben erwähnt, achte ich auf die Sprache, in welcher getwittert wird.
Zu Beginn habe ich also im Suchformular ganz einfach ein deutsches Suchwort eingegeben, was zwangsläufig zur Folge hatte, dass mir deutschsprachige Tweets angezeigt worden sind.
Nun hatte ich also einen Anfang.

2. Selektion nach der Bereitschaft zu folgen
Als nächstes habe ich mir überlegt, welche Kriterien denn jetzt entscheidend sind, dass mir die Verfasser der gefundenen Tweets ebenfalls folgen.
Wichtig sind dabei zwei Zahlen, nämlich die Anzahl der Follower und die Anzahl der Leute, denen gefolgt wird.
Nehmen wir als Beispiel einen fiktiven Promi-Account:
Following: 236
Follower: 124378
Was sehen wir da?
Unser Promi hat 124378 Leute, die ihm folgen, er selbst folgt jedoch lediglich 236 Personen.
Und was heisst das für uns?
Dieser Account ist für unsere Zwecke vollkommen uninteressant.
Warum?
Um im Internet Geld zu verdienen, ist es wichtig, dass meine Werbebotschaften auch gelesen werden. Gelesen werden die Nachrichten jedoch nur von Leuten, die mir auch folgen. Die Chance aber, dass mir dieser Promi ebenfalls folgen wird, ist extrem gering.
Am besten eignen sich nach meiner Erfahrung Accounts, welche mehr Personen folgen, als dass ihnen selbst gefolgt wird.

3. Selektion nach Interessen
Es ist bestimmt nicht einfach, einem Mäusezüchter eine Katze zu verkaufen. Je nach Thema lohnt sich eine verfeinerte Selektion nach Interessen.

4. Selektion nach Aktualität
Es bringt wenig, jemandem zu folgen, der vor zwei Jahren den letzten Tweet versendet hat. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass sich der Accountinhaber schon ewig nicht mehr eingeloggt hat und somit weder zurück folgen, noch meine Nachrichten lesen wird.

5. Follow your followers followers
Um gleichgesinnte Follower zu finden, durchforste ich öfter die Follower meiner Follower. Das ist ein sehr einfacher Weg, an potentiell interessante Accounts zu gelangen. Dabei gehe ich wiederum genau so vor, wie in Punkt 1-4 beschrieben.
Auf diese Weise wächst jeder Twitter-Account kontinuierlich an und es dauert gar nicht mal so lange, bis man eine stattliche Anzahl von Verfolgern vorweisen kann.
Mit einem Aufwand von ca. 5 Minuten pro Tag habe ich so immerhin innerhalb eines guten Monats ungefähr 500 Personen gefunden, welche bereit sind, mir zu folgen und meine Tweets zu lesen.
Ein weiterer kleiner Trick ist das Versprechen im Profil, dass man zurückfolgt, wenn bestimmte Bedingungen gegeben sind (Sprache, Interessen, o.ä.).
Man sollte seine Versprechen allerdings auch einhalten.
Falls Sie eine eigene Website besitzen, setzen Sie ganz einfach einen Button im Stil von "Follow me on Twitter" darauf und verlinken ihn mit Ihrem Twitter-Account.
Es gibt auch Scripts, mit denen sich Ihre Tweets direkt auf Ihrer Seite anzeigen lassen.
Von Zeit zu Zeit empfiehlt es sich, die Spreu vom Weizen zu trennen, indem man Twitter-Accounts, welche einem auch nach längerer Zeit nicht zurück folgen, wieder entfolgt.
Es ist jedoch immer darauf zu achten, dass die Anzahl der eigenen Follower geringer ist, als die Anzahl der Accounts, denen man selbst folgt (s. Punkt 2).

Twittern nicht vergessen!
Vergessen Sie aber nicht das Wichtigste: Sie müssen twittern, um gelesen zu werden.
Ich staune auf meinen Streifzügen immer wieder über Accounts, die bereits mehrere hundert Followers aufweisen, ohne dass jemals ein Tweet verfasst, geschweige denn jemand anderem gefolgt wurde.
Twitter lebt von Kurznachrichten. Ausserdem habe ich festgestellt, dass ein verwaister Twitter-Account von mir plötzlich wieder Follower erhalten hat, nachdem ich ihn zu Testzwecken mit Nachrichten gefüllt hatte.
Um interessant zu bleiben, sollte man darauf achten, dass mindestens 50% der Tweets nicht aus kommerziellen Links bestehen. Allzu schnell wird man sonst als Spamer entlarvt und gemieden.
Erzählen Sie, was Sie beschäftigt. Verlinken Sie auf lustige Fundstücke aus dem Web, Tagesaktualitäten, Berichte zu Ereignissen jeglicher Art.
Setzen Sie Zitate ein und verschicken Sie auch mal Glückwünsche zu Festtagen, etc.
Lesen Sie auch immer wieder die Tweets Ihrer Follower und reagieren Sie mit Kommentaren, Verweisen, Retweets oder Direct Messages an die Verfasser.
Bleiben Sie dabei immer höflich, politisch korrekt und konstruktiv. Denken Sie immer daran, wie Sie selber gerne behandelt werden möchten.

 

Fazit
Sie sehen: ganz ohne Arbeit geht es nicht. Doch mit einem Zeitaufwand von ca. 15 Minuten pro Tag können Sie bereits sehr viel erreichen.
Es macht Spass, zuzusehen, wie der eigene Twitter-Account stetig wächst!

Weiterführende Quellen

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