Reden wir über Versicherungen




Platz #39 in Finanzen & Versicherungen, #7454 insgesamt
0

Was es zu wissen gibt. Versicherungen entstanden im 17 Jahrhundert auf staatlichen Wunsch und sollten die Güter und Aktivitäten von Einzelpersonen und Zünften versichern. Als erste Versicherungen gab es Feuer- und Transportversicherungen. Diese Versicherungen waren essentiell, da doch Öllampen und offenes Feuer schnell ein Haus und schnell ein Viertel abbrennen konnte – noch heute wissen wir, dass nur eine Kerze(!) einen Brand auslösen kann. Die Transportversicherungen galten der Sicherung des Transportes auf dem See- und Landweg. Dies war vorallem wichtig, da die Transportgüter geraubt oder zerstört werden könnten, doch unsachgemäßen Transport.
Die Versicherungsbeiträge wurden dabei in Abhängigkeit des Risikos erhoben. War das Risiko hoch, so waren auch die Versicherungsbeiträge hoch. War dagegen das Risiko klein, dass etwas beschädigt wurden würde, so waren auch die Versicherungsverträge dementsprechend klein.

Wie schon gesagt, entstanden die ersten Versicherungen auf staatlichen Wunsch hin. Als erstes wurde die Hamburger Feuerkasse 1676 gegründet, die Versicherungen vor Feuerschäden anbot. Die Berliner Feuersozietät folgte 1718 und bot auch wieder Feuerschutzversicherungen an. Mit der Society for Equitable Assurance on Lives and Survivorships wurden die erste Lebensversicherung 1762 angeboten.

Das war der Anfang eines kreativen Geschäftes, denn Versicherer mussten sich nur klar machen, wovor Menschen Angst haben und ihnen für diese Angst eine Versicherung anbieten. Was ist, wenn der Gatte stirbt und die Frau vor dem Nichts steht? Kein Problem, da gibt es Lebensversicherungen. Was ist, wenn Anwaltskosten uns auffressen? Kein Problem, da gibt es Rechtsschutzversicherungen. Was ist, wenn Arztkosten immer höher werden? Kein Problem, da gibt es die Krankenversicherung, welche in Deutschland sogar pflicht und staatlich ist. Versicherungen sollten also Menschen absichern, so dass sie nicht fürchten müssen bei der nächsten Katastrophe vor dem Aus ihrer Existenz zu stehen.




Remove