Sekundenschlaf




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Der Sekundenschlaf kann tödlich enden

Sekundenschlaf
Sekundenschlaf lässt sich bis jetzt noch nicht voraussagen

Unter dem umgangssprachlichen Begriff Sekundenschlaf versteht man ein ungewolltes Einnicken, das nur wenige Sekunden dauert. Im Unterschied zum richtigen Schlaf bringt Sekundenschlaf allerdings keine Erholung.


Während des Sekundenschlafs müssen die Augen nicht unbedingt geschlossen sein. Zum Teil kommt es auch bei offenen Augen zum ungewollten Einschlafen. Die Augen wirken während dieses Zeitraums starr und leer. Bei manchen senken sich die Augenlider beim Sekundenschlaf zwar, dennoch bleiben die Augen einen kleinen Spalt geöffnet. Außenstehenden fällt es dann schwer, den Sekundenschlaf zu erkennen. Die Ursache ist z. B. in einer bequemen Sitzhaltung zu sehen, bei der Barorezeptoren längs der Wirbelsäule einen Ruhezustand signalisieren und dadurch im Gehirn das Weckzentrum ausgeschaltet wird. Wenn die Sinneswahrnehmung der Augen zusätzlich durch monotone Bildeindrücke die Aufmerksamkeit unterfordert, wird die Gehirnaktivität soweit zurückgefahren, dass Reaktionszeiten von mehreren Sekunden die Folge sind.


Sekundenschlaf tritt besonders im Straßenverkehr bei übermäßig langen und monotonen Fahrten, wie etwa auf Autobahnen, auf. Besonders gefährdet sind Menschen bei Nachtfahrten zwischen 2 und 5 Uhr morgens. Etwa jeder vierte Unfall mit Todesfolge ist hier auf Sekundenschlaf zurückzuführen. Dabei steigt das Risiko, in Sekundenschlaf zu fallen, mit der Länge der Fahrt: Nach vier Stunden ist es schon doppelt so hoch. Innerhalb des kurzen Zeitraums, den ein Mikroschlaf einnimmt, kann ein Auto mehrere hundert Meter zurücklegen.
 

Maßnahmen gegen Sekundenschlaf

Gegen Sekundenschlaf gibt es eigentlich nur eine wirksame Maßnahmen, nämlich sich ausgeruht ins Auto zu setzten und bei langen Fahrten regelmäßig Pausen zu machen. Die erste Pause sollte nach spätestens zwei Stunden, die weiteren früher erfolgen. Bewegung und frische Luft vertreiben die Müdigkeit und Monotonie.

Nachtfahrten sollten ebenfalls vermieden werden. In der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr morgens befindet sich der Körper normalerweise im Tiefschlaf und somit in einem Leistungstief.
 

Viel Fahrer neigen dazu sich mit Kaffee oder anderen koffeinhaltigen Getränken wach zu halten. Auch Energydrinks sind sehr beliebt. Allerdings führt lediglich der Kaffee zu einer kurzfristigen Verbesserung, während Energydrinks überhaupt nicht anschlugen.

Ein weiterer Tipp ist das Lüften des Wagens, wenn die Luft verbraucht und der Kohlendioxidgehalt zu hoch ist. Auch kann kalte Luft den Kopf klar machen.

Was nicht wirkt, ist das Lauterdrehen von Musik. Die Aufmerksamkeit wird hier noch stärker vom eigentlichen Straßengeschehen abgelenkt. Gleiches gilt für Gespräche mit dem Beifahrer. Schon unter normalen Umständen führen Unterhaltungen mit Beifahrern zu erhöhten Unfallgefahr, warum sollte dieses dann bei Müdigkeit wirken?

Wenn Sie ständig müde sind und eigentlich ausreichend Schlaf bekommen sollten, da Sie lange genug schlafen, dann kann eine Schlafstörung ursächlich sein. Zunächst sollten Sie Ihre Schlafgewohnheiten beobachten und gegebenenfalls ändern. Wenn dies keine Wirkung zeigt, dann ist eine Untersuchung vom Facharzt nötig. Die Schlafapnoe ist in der Regel behandelbar und kann als Ursache für Sekundenschlaf ausgeschaltet werden.