Tagesgeldkonten als sichere Geldanlage?




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Das Tagesgeldkonto findet immer mehr Anhänger. Das liegt an der attraktiven Verzinsung und an der unkomplizierten Führung des Kontos.

Tagesgeldkonten als sichere Geldanlage?
Sichere Geldanlage Tagesgeld?

Auf einem Tagesgeldkonto lassen sich Geldbeträge sicher anlegen und sie werden täglich verzinst. Eine Bindung an das Konto ist nicht erforderlich. Es kann jederzeit gekündigt werden. Viele Vorteile sprechen für diese Geldanlage. Doch ganz blauäugig ist auch diese Kontoform nicht anzugehen.

Was das Tagesgeldkonto so reizvoll macht
Ob es nun 50 oder 5000 Euro sind, das spielt zwar für die Verzinsung eine Rolle, nicht aber für die Anlage. Die meisten Direktbanken, die ein Tagesgeldkonto anbieten, verlangen keinen Mindestanlagebetrag, sondern geben oft noch ein Startsümmchen für Neukunden obendrauf. Die tägliche Verzinsung des Guthabens und ein guter Zinssatz versprechen die einfache Geldvermehrung. Der Zinssatz ist grundsätzlich variabel, das heißt, er kann von der Bank jederzeit angehoben oder gesenkt werden. Eine so genannte Zinsgarantie, bei der sich die Zinshöhe über einen bestimmten Zeitraum nicht ändert, bietet dem Anleger eine willkommene Option, um von einem gleich bleibenden Zins zu profitieren. Neben der Zinsgarantie, spielt die Gutschrift der Zinsen eine wichtige Rolle bei einem Tagesgeldkonto. Der Zinseszinseffekt wird am besten bei kurzen Gutschriftintervallen genutzt, z.B. bei monatlicher oder vierteljährlicher Auszahlung. Über das Guthaben kann täglich verfügt werden, die Kündigung ist nicht an Fristen gebunden.

Was bedeutet Referenzkonto?
Um ein Tagesgeldkonto zu führen, wird ein Referenzkonto benötigt. In der Regel ist das ein Girokonto, über das Ein- und Auszahlungen auf das Tagesgeldkonto zu tätigen sind. Von Tagesgeldkonten können keine finanziellen Transaktionen, wie Überweisungen an Dritte oder Daueraufträge abgewickelt werden. Banken bieten heute bei der Eröffnung eines Girokontos oft ein Tagesgeldkonto mit an. Ein Vergleich der Konditionen ist wichtig, um wirklich von dieser Kombination zu profitieren.

Einlagensicherung und Abgeltungssteuer
Damit das angesparte Geld auch bei einem Konkurs der Bank nicht verloren ist, sollten Anleger immer auf die Höhe der Einlagensicherung achten. Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland beträgt pro Kunde und Anlage 100.000 Euro. Beträge, die darüber hinausgehen, können nur durch extra Einlagenfonds der Banken und Kreditinstitute abgedeckt werden. Seriöse Banken geben die Höhe der Einlagensicherung immer im Angebot mit an. Dank der Einlagensicherung ist Geld anlegen in Tagesgeld im Vergleich zu anderen Geldanlageformen sicher. Auch der Sparer wird steuerlich zu Kasse gebeten. Die Einnahmen aus Zinserträgen beim Tagesgeld werden mit der Abgeltungssteuer versteuert. Die Steuer wird von der Bank, bei der das Tagesgeldkonto geführt wird einbehalten und an die Finanzbehörden abgeführt. Bis zu einem bestimmten Betrag sind Zinserträge für den Steuerzahler frei (Sparerfreibetrag). Bei Abschluss eines Kontovertrages sollte daher ein Freistellungsauftrag bei der Bank eingereicht werden.

Festgeld oder Tagesgeld?
Festgeld ist, wie der Name schon sagt, fest angelegt, der angesparte Betrag inklusive Zinsen ist erst nach Ablauf der ebenfalls festgelegten Dauer verfügbar. Beim Festgeld wird der Zinssatz über den Zeitraum der Anlage hinweg festgeschrieben. Gegenüber dem Tagesgeld bietet das Festgeld mehr Sicherheit, wenn es um größere Summen geht, auf die gezielt angespart werden soll.

Bild: pixelio.de / Petra Bork