Tolpatschi begegnet den Dämon Dopko




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Tolpatschi begegnet den Dämon Dopko

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 Jürgen Köditz

2. Teil

Eines Tages strolchte Tolpatschi in der Gegend umher, da begegnete er Dopko, das Hündchen Lilo bellte diesen wie verrückt an und zog sich knurrend zurück. Tolpatschi  hatte noch nie so eine komische Gestalt gesehen, die zwei Gesichter hatte, das eine guckte nach vorne, das andere nach hinten. Seine langen feuerfarbenen Haarsträhnen hingen bis zum Hals herunter und in seinem bleichen Eiergesicht glühten zwei rote Augen. Er trug ein bunt glitzerndes Hemd. Tolpatschi wusste nicht, dass alle sich vor diesem fürchteten. Jedoch Tolpatschi fand dieses schreckliche Gestalt so richtig komisch und fragte neugierig: „Kannst du auch nach hinten sehen, wenn du mich anguckst?“
Da runzelte Dopko seine Eierkopfstirne und die roten Augen guckten Tolpatschi drohend an: „Was bist du denn für ein Naseweis. Ich kann alles sehen, sogar deine Gedanken!“ Schon war dieser Doppelkopfkerl, wie ein Spuk verschwunden.
Unterwegs traf Tolpatschi den Goldgräber Jim, ein langer ausgemergelter Arbeitsmensch, der einen dunkelgrünen Riesschlapphut trug, den hinten ein paar Federn schmückten. Jim lebte als Einsiedler in einer armseligen Hütte und hungerte sich durch das Leben, mit seinen paar Goldkörner, die er fand. Er träumte davon, irgendwann eine Goldader zu entdecken und steinreich zu werden. Als Tolpatschi von seiner Begegnung mit den Doppelkopf erzählte, bekreuzigte sich Jim:“ Hier auf der Insel passierten sehr seltsame und gruslige Dinge:
„Der Großvater meines Großvaters erzählte es meinem Großvater und dieser mir:

Die Märchengrotte mit den bunt schillernden Kristallzapfen

Vor vielen, vielen Jahren wurde diese Insel von der wunderhübschen Elfenkönigin Eli regiert. Diese kümmerte sich, um das Wohl aller Bürger. Jeder konnte bei ihr unangemeldet vorsprechen. Sie half allen. Es hieß, sie hätte das ewige Leben und lebte in einer prächtigen bunten Kristall-Grotte. An den Deckenwölbunge hingen Kristallzapfen, alle strahlten buntes Licht aus. Jeder in einer anderen Farbe. Ringsum standen versteinerte, fantasievolle Gebilde, sogar welche, die Fabelwesen und Menschen ähnelten. Ein kilometerlanger Gang, an manchen Stellen eng, niedrig und dunkel, führte durch die Grotte. Das musste man aufpassen, nicht mit dem Kopf an den Zapfenspitzen anzuecken. Je weiter man lief, gelangte man in noch viele hohe, helle Hallengewölbe, mit ebenso schillernden Kristallzapfen, manche strahlten grelles weißes Licht aus.
Sage es keinem weiter, denn wenn es Doppelkopf zu Ohren kommt, wenn einer etwas von dem Grottengeheimnis weiß, passiert Schreckliches. Der Großvater, meines Großvaters, der zufällig durch ein Erdloch gefallen war, entdeckte etwas Schlimmes. In einer kleinen, blau schimmernden Grottenkammer, lag die Elfenkönigin zu einer Salzsäule erstarrt, aufgebahrt. Ihr Kleid von unzähligen, winzigen Salzkristallen bedeckt, schillerte leuchtend in allen Farben.
Er schwor, dass es sich dabei um keine Fantasiegestalt, sondern um die echte Elfenkönigin handele. Diese war wenige Wochen zuvor spurlos verschwunden.
Da steckte bestimmt der Dopko dahinter?
Dass du ihm begegnet bist, bedeutet nicht Gutes. Zumeist bekommt man diesen Jahrzehnte lang, nicht zu Gesicht. Vermutlich brauchen Unsterbliche, wie er einen langen Winterschlaf.
Mein Großvater berichtete, als der Doppelkopf zu seiner Zeit auftauchte, verschwanden auch viele Leute spurlos. Keiner wusste warum und wohin? Man munkelte, in der Buntkristallgrotte liegen diese erstarrt in einem Salzsaal. An Vollmondnächten würden diese erwachen und herumspuken. Seltsam, viele Leute haben an diesen Nächten, Stimmen, ja sogar Gesang aus einem Berg gehört. Doch keiner konnte bis heute, den Eingang der Grotte entdecken.
 




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