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Die Zeitumstellung macht krank

Uhrumstellung und Gesundheitskosten

Im Jahr 2010 erwirtschafteten die gesetzlichen Krankenkassen einen beträchtlichen Überschuss. Während Verbraucherverbände und einige Politiker fordern, dass die Versicherten durch den Wegfall der Praxisgebühr oder direkte Rückzahlungen entlastet werden, wollen die Kassen das Geld in Rücklagen überführen und erwartete spätere Gesundheitskosten ohne Zusatzbeitrag oder Beitragserhöhung bezahlen. Die von den Krankenkassen angegebenen Berechnungen über künftig steigende Krankheitskosten sind in sich schlüssig, gehen aber notwendigerweise von einer Reihe hochgerechneter Daten und Annahmen aus, so dass sich mit anderen Berechnungsmethoden auch das Gegenteil beweisen lässt. Unabhängig von der Berechnungsmethode gibt es aber eine sichere Methode, die Gesundheitskosten drastisch zu senken.

Zeitumstellung aufgeben und Gesundheitskosten senken
Ihr kennt es sicher alle, die erste Woche nach der Zeitumstellung sind wir müder als sonst. Am Abend können wir nur schwer einschlafen und sind morgens gerädert. Mein eingebauter innerer Wecker funktioniert zwar zumeist, aber ich fühle mich keineswegs ausgeschlafen. Unterschiedliche Statistiken weisen darauf hin, dass die Zahl der Unfälle ebenso wie die Zahl der Herzinfarkte unmittelbar nach der Zeitumstellung steigt, wobei die Umstellung auf die Sommerzeit die stärksten Auswirkungen hat. Allerdings führt die Rückführung der Sommerzeit auf die oft im Zusammenhang mit der Uhrenumstellung als Winterzeit bezeichnete Mitteleuropäische Zeit ebenfalls zu – wenn auch geringeren – Belastungen. Sicherlich nehmen auch Urlaubsreisende gesundheitliche Belastungen in Kauf, wenn sie in eine andere Zeitzone verreisen; allerdings unternehmen sie die Reise freiwillig und können auf Grund der Erholungssituation einen großen Teil der gesundheitlichen Belastung abfedern.

Zeitumstellung bietet große Gefahren für den Menschen
Die Gesundheit ist das größte Gut und der Staat hat die Pflicht, die Gesundheit seiner Bürger zu schützen. Damit ist nicht alleine gemeint, dass er im Erkrankungsfall für eine schnelle Heilung sorgt, sondern auch, dass er seine Bürgerinnen und Bürger vor unnötigen gesundheitlichen Beschädigungen schützt. Wenn die Umstellung der Uhren auf die Sommerzeit zu einer signifikanten Zunahme ernsthafter Erkrankungen wie Herzinfarkten sowie zu deutlich steigenden Unfallzahlen infolge Übermüdung und zu Konzentrationsschwächen  führt, stellt sich die Frage, ob das Festhalten an der entgegen der ursprünglichen Erwartung zu keinerlei Energieeinsparungen führenden Zeitumstellung nicht als vielfache Körperverletzung im Amt bewertet werden muss. Selbst wenn die Mehrheit der Menschen sich durch die Zeitumstellung nicht beeinträchtigt fühlt, sind siebzehn Prozent unter ihr leidende Menschen nicht akzeptabel. Vollkommen zu Recht erhält keine Industrieanlage eine Betriebsgenehmigung, wenn sie bei einer derart hohen Anzahl an Menschen zu gesundheitlichen Belastungen führt, das muss auch für die sinnlose Uhrumstellung gelten.