Annette Bredendick

Egal, wie groß und schön eine Wohnung ansonsten ist – immer häufiger findet das Zentrum des familiären und sozialen Miteinanders in der Küche statt.

Wohnlicher Treffpunkt oder teurer »häuslicher Arbeitsplatz«? Küche als Trend und Streitobjekt

Wohnlicher Treffpunkt oder teurer »häuslicher Arbeitsplatz«? Küche als Trend und Streitobjekt
Wohnlicher Treffpunkt oder teurer »häuslicher Arbeitsplatz«? Küche als Trend und Streitobjekt

Was hat sie, was andere Räume nicht haben? Zauber der Küche

Gemeinsam kochen oder der Köchin (bzw. dem Koch) beim Zubereiten zusehen, dabei ein Spielchen wagen oder einfach über »Gott und die Welt« reden, das alles macht sich in einer gemütlichen und/oder trendigen Küche am besten. Der Wohngedanke erlaubt in der Moderne viel mehr, als Räume nach ihrem Zweck zu gebrauchen – so auch die Küche, DEN Trendsetter in Sachen Wohnkultur.

Allerdings fragt sich, was Familie und Gäste so in eine schöne Küche bannt? Es ist der Zeitgeist, der uns eigentlich nur noch wenige Oasen der Gemeinsamkeit übrig lässt. Termine für Selbstständige, Schulpflichten für die Kids, Mutter ebenfalls überall und nirgends zum Organisieren … aber Essen und Trinken sind grundlegende Bedürfnisse. Selbst im Streit bleibt die Küche ein Ort – wenn dann auch aus Notwendigkeit – in dem sich zu ungefähr festen Zeiten ein Teil der Konversation abspielt.

Wandlung der Küche vom puren Zweckraum zur Lebenskultur

Räume werden nur noch durch Halbwände oder gar Raumteiler getrennt. Manche Wohnungen gestalten die Unterschiede nur noch mit Möbeln. Selbst die Küche ist in vielen Fällen kein getrenntes Kämmerchen mehr. Schöne Modelle prangen als Schrank- und Herdanordnung um einen zentralen Arbeitstisch, dem häufig gleich ein Essbereich angeschlossen ist. Sehr praktisch, denn so entfallen Lauf- und Vorbereitungszeiten, um die Mahlzeit auf die Teller und diese auf den Tisch zu bringen.

Auch der Duft aus der Küche mag ein solcher regelrechter »Anziehungspunkt« sein. Gäste lieben es zu sehen, was da so gut riecht! Vor allem die junge Generation verzichtet häufig auf eine pompöse »gute Stube« zugunsten einer großflächigen, offenen Küche. Pfiffige Dekoideen fordern die Kreativität und machen die Küche zu einem Raum der »Gestaltwandlung« nach Saison oder Laune oder spontanen Einrichtungsideen.

Küchengestaltung ohne dicke Kostenfaktoren – Bastel- und Dekoideen für die Küche

Zugegeben, Küchen heute sind enorm teuer. Gut, die Qualität rechtfertigt den Preis für Geräte und Möbel. Aber wie viel mehr macht daraus Luxus, der auch einfacher geht? Kreative Köpfe zaubern aus dem »Lebensraum Nummer Zwei« flippige Individual-Oasen, die gleich noch mehr Lust auf ein Treffen genau hier machen. Das Schlaue an selbstgebastelten Accessoires ist außerdem, dass sie schnell wieder verschwinden, wenn man sie nicht mehr sehen mag oder die Trends Lust auf neue Ideen machen.
 

Lampen aus einem Küchensieb herstellen? Es gibt viele Anregungen, wie man das sicher, bunt und schön machen kann. Ein bunter Hingucker auf dem Arbeitstisch? Schön geformte Glasschalen in vielen Dekoren zentrieren die Aufmerksamkeit. Obst in allen Farben macht Anblick und Nutzung außerdem ordentlich gesund. Löffel, Servietten & Co. zieren außerdem saisonale Stimmungen. Mit Fantasie und etwas Geschick wird die Küche nicht nur kein dicker Kostenfaktor, sondern eine Fundgrube von Bastel- und Dekoideen und abwechslungsreich wie die Kost, die hier zubereitet wird.

Lieb und teuer? Küche & Co. für jeden Geschmack

Qualität, zugegeben, hat ihren Preis. Aber billig bedeutet nur allzu oft entweder haarsträubende Herstellungsbedingungen oder erste Qualitätseinbußen nach kurzfristigem Gebrauch. Wer Geschmack, Umweltbewusstsein und Preis unter einen Hut bekommen möchte, sollte sich gründlich in Möbelhäusern umschauen. Vor Ort sind die Qualitätsunterschiede meist schon optisch zu sehen. Von einem Schnellkauf – selbst bei teuerster Investition – ist unbedingt abzuraten!

Küche & Co. können lebenslang gestaltet werden. Im Gegenzug gestalten sie aber das Zentrum des häuslichen Lebens ebenfalls für einen langen Teil desselben maßgeblich mit. Schon deshalb sollte Qualität über Trends stehen. Lieber investiert man das bestmögliche Preis-/Leistungsverhältnis in die Grundausstattung an Technik und Möbeln und greift für die gewünschte Wandelbarkeit auf die oben genannten und beliebige weitere Deko- und Ergänzungsideen zurück. Ihren Hauptzweck wird die Küche bei aller Liebe zur Wandelbarkeit nie verlieren. Alle warten tagtäglich auf den Zaubersatz von dort: »Essen ist fertig! «

Annette Bredendick für: Möbel_com – Möbel Müller GmbH